Energiewende in Wohngebieten

• SWD und Stadt Düren entwickeln gemeinsames Konzept zur CO2-Reduzierung
• Integriertes Quartierskonzept wird durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) gefördert
• Aufzeigen von Energieeinsparpotenzialen in einem Quartier mit 660 Wohneinheiten
Düren, den 26. Januar 2018

Die Umwelt und das Klima schützen und sich im eigenen Viertel wohler fühlen – diese Ziele möchten die Stadtwerke Düren (SWD) und die Stadt Düren für die Bürgerinnen und Bürger in Düren Süd-Ost erreichen. Das Quartier umfasst das Viertel zwischen der Breslauer Straße, Gneisenaustraße, Nörvenicher Straße und Stettiner Straße. Hier sollen die vorhandenen Potenziale für eine nachhaltige, energetische Aufwertung aufgezeigt werden, um einen attraktiven und zukunftssicheren Standort zu sichern. Dafür erstellen die SWD in Zusammenarbeit mit der Stadt Düren ein Integriertes Quartierskonzept, das insbesondere die Wärmeversorgung der Gebäude mit den insgesamt rund 660 Wohneinheiten auf neue, klimafreundliche Beine stellen soll. Dazu werden über einen Zeitraum von insgesamt rund zwölf Monaten eine Bestandsanalyse durchgeführt, daraus Chancen und Potenziale abgeleitet, Zukunftslösungen erarbeitet und ein Handlungs- und Maßnahmenprogramm aufgestellt. Das Projekt wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) im Rahmen des Programms „Energetische Stadtsanierung“ gefördert.

„Wir freuen uns, dass wir als Energieversorger und -dienstleister für Düren gemeinsam mit der Stadtverwaltung solch ein zukunftsweisendes und zukunftssicherndes Projekt für die Bürgerinnen und Bürger und für unser Klima auf den Weg bringen dürfen,“ sagt Andreas Ohmayer, Prokurist sowie Leiter kaufm. Steuerung und Unternehmensentwicklung bei den SWD. Mit Hilfe des Integrierten Quartierkonzepts soll in den insgesamt 660 Wohneinheiten in Düren Süd-Ost künftig deutlich weniger Energie verbraucht werden, um so den CO2-Ausstoß zu senken und das Klima zu schonen. Im Fokus steht dabei die Wärmeversorgung. Seit Mitte der 90er Jahre versorgen die Stadtwerke Düren das Quartier zuverlässig mit Wärme und haben in damals hocheffiziente Technik wie Gasbrennwertkessel investiert.  „Ob es heute aber möglicherweise noch eine bessere Alternative gibt, das Quartier mit Wärme zu versorgen und dabei sogar regenerative Energien zu nutzen, möchten wir jetzt in unserem Projekt herausfinden. Erst danach können wir konkrete Lösungsvorschläge machen,“ erklärt Andreas Ohmayer weiter.

Anwohner werden im Rahmen der Bestandsanalyse befragt und so in die Konzepterstellung integriert
Um die aktuelle Ist-Situation in Düren Süd-Ost analysieren zu können und die Eigentümer und Mieter in die Konzepterstellung miteinzubeziehen, erhalten diese im Projektverlauf einen Fragebogen. Dabei geht es nicht nur um die Gebäude und deren Wärme- und Energieversorgung, sondern auch um die Grünflächen, Verkehrswege sowie die Infrastruktur. „Wir unterstützen die Stadtwerke bei der Entwicklung eines integrierten Quartierkonzeptes, das beispielhaft auch für andere Siedlungen in Düren sein kann“, erklärt Marcus Steffens, stellvertretender Leiter des Amtes für Stadtentwicklung der Stadt Düren. Dazu gehört auch, dass in dem Quartier klimagerechte Mobilität gefördert werden soll, genauso wie ein klimabewusstes Verbrauchsverhalten.

Das Projekt wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau im Rahmen des Programms „Energetische Stadtsanierung“ gefördert. Ziel der Bundesregierung ist es, den CO2-Ausstoß im Gebäudebereich gegenüber 1990 bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken.


Über die Stadtwerke Düren
Die Stadtwerke Düren GmbH ist der Energie- und Wasserversorger für die Stadt Düren sowie die Gemeinde Merzenich. Anteilseigner der SWD sind die Stadt Düren und die Innogy SE AG. Die Stadtwerke Düren GmbH bietet ihren rund 60.000 Kunden Strom, Gas, Wasser und damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand. Die SWD-Gruppe beschäftigt zusammen mit ihrem Tochterunternehmen, der Leitungspartner GmbH, rund 260 Mitarbeiter, davon rund 18 Auszubildende. In puncto Umwelt sind die SWD regional und überregional stark engagiert. Dazu gehört die Beteiligung an der Green GECCO GmbH & Co. KG und an der Rurenergie GmbH. Beide Gemeinschaftsunternehmen entwickeln und realisieren Projekte rund um regenerative Energien. Das Umweltmanagementsystem der SWD entspricht der international geltenden Umweltnorm DIN EN ISO 14001, zertifiziert durch den TÜV Nord. Das Unternehmen ist zudem TSM zertifiziert. Seit 2008 wurden die SWD bis einschließlich 2017 jährlich vom Energieverbraucherportal als TOP-Lokalversorger ausgezeichnet und seit 2015 auch als TOP-Lokalversorger Wasser. 2016 sind die SWD außerdem von FOCUS-MONEY als TOP-Stromanbieter ausgezeichnet worden.